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Wie geht das noch mit dem Gewicht halten?

Es wird Zeit, das ich mich hier einmal genauer mit dem Thema: "Gewicht halten" auseinandersetzte. Den die Abnahme, das kriegt man irgendwie fast immer gebacken. Beim "Gewicht halten", das sieht es dann schon anders aus. Und dann das "Gewicht auf gesunde Art und Weise" zu halten, tja das ist die Königsdisziplin unter allen Disziplinen.

 

Nur so - im Entspannungsmodus - funktioniert das nun mal nicht. Aber das wissen wir alle. Wobei, der Entspannungsmodus gehört auch "mit" dazu. Das ist eine von mehreren Säulen, schon klar.

 

Ich bin nun fast 6 Jahre Post-OP, so nennt man das. Ich lebe nun also seit fast 6 Jahren mit meinem Schlauchmagen. Auch mit dem Schlauchmagen habe ich in den letzten Jahren ein Auf und Ab erlebt. Es ist halt noch kein Meister vom Himmel gefallen. Zumindest bin ich kein Meister. Ich bin wohl eher ein blutiger Anfänger, was gesund Ernährung angeht.

 

Halt, Stopp! Was die Praxis von gesunder Ernährung angeht. Den in der Theorie weiß ich Dank Hauswirtschaftsschule, Ernährungsberatungen, Klinikaufenthalten, diverser Bücher und Foren schon einiges. Die Praxis ist aber noch einmal ein ganz anderes Kaliber für mich. Besonders wenn es darum geht, das die gelebte Praxis ein Leben lang funktionieren soll!

 

Die harten Fakten:

  • Morgens: 155 cm groß - Abends 154 cm groß (ohne Witz)
  • Höchstes Gewicht vor OP: 98,8 kg
  • Niedrigstes Gewicht nach OP: 48 kg
  • Höchtest Gewicht nach OP, von dem ich weiß!: 72 kg (da hatte ich schon 2 Wochen Interfallfasten hinter mir)
  • Gewicht seit ca. 3 Monaten: zwischen 55 - 56 kg

 

Ich bin also ein laufender Jojo auf zwei lieblichen Beinen. Soviel ist schon mal klar. Und ich suche, suche immer noch das Konzept das zu mir passt.

 

Soviel habe ich aber schon mal gelernt: es gibt für mich eben NICHT das "eine Konzept) sondern ich darf mit aus vielen erprobten Konzepten mein eigenes basteln! Ist das nicht Klasse? Jiepphie ich bin kein genormter Mensch, ich bin eine eigene Mischung aus tollen und weniger tollen Eigenschaften. Und dafür lerne ich mich gerade auch zu lieben. Eine Herausforderung, aber eine tolle Herausforderung.

Ich möchte euch meine Strategien hier im Laufe der Zeit vorstellen. Natürlich nur als Anregung und das ihr einfach seht, das wohl jeder sein eigenes Ding basteln darf. Außerdem möchte ich gleich mal erwähnen, das bei mir ständig was hinzukommt und wieder weggenommen wird. Mein Leben ist lebendig, meine Lebensumstände sind lebendig und so auch meine Bewegungs- und Ernährungswelt!

Ich bin ja eine emotionale Esserin. Ich kann auch dann essen, wenn ich keinen Hunger habe und nicht immer lässt sich das unterdrücken (Selbstakteptanz). Und ich habe im Laufe der Zeit gelernt, das ich es auch gar nicht immer unterdrücken soll oder muss. Wenn mich emotionales Essen mal packt, dann schaue ich das ich etwas esse was viel an Volumen, aber wenig an Kalorien hat.

Wenn es dann noch einen Mehrwert wie Eiweiß oder Ballaststoffe mit sich bringt, umso besser. Das wichtigste für mich ist jedoch: es muss mir richtig, richtig gut schmecken.

Wenn ich Lust auf emotional, süßes Essen habe, dann helfen mir: Beeren, Wassermelone, selbstgebackener Karotten-Schokokuchen(viel Ballaststoffe). Ich würde nie im Leben Salatgurke pur essen, nur weil es viel Wasser und wenig Kalorien hat. Gurke schmeckt mir dafür einfach viel zu wenig.

Für Blaubeeren, Erdbeeren würde ich hingegen Kilometer gehen, ebenso für eine Wassermelone. Honigmelonen finde ich ganz schrecklich, da bringt mir die Ausbeute und der volle Magen wenig.

 

Wenn es mal salzig sein soll, ich habe fast immer Trockenfleisch in irgendeinem Küchenschrank für mich parat. Essiggurken finde ich auch voll prima.

WICHTIG: Volumen + Geschmack – sonst ist sind es verlorene Kalorien und ich suche weiterhin nach etwas Süßem oder Salzigem, was meine Psyche befriedigt.

 

 

Hier mal eine kleine Auswahl, was auf meinem Teller so landet.

 

 

Ich bin mir sehr bewusst, das meine Waage jederzeit wieder nach oben ausschlagen kann. Gerade weil ich eine emotionale Esserin bin. Darum ist es mir umso wichtiger das ich sehr abwechslungsreich esse und keinen der großen Nährstoffe beschränke. Es landen bei mir Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett gleichermaßen auf dem Teller.

 

Früher habe ich oft einen der "Drei" beschränkt, weil es eine Mode-Diät vorgegeben hat. Es ist mir durchaus sehr bewusst, das das für viele zum Erfolg führt und dann ist das wirklich Klasse. Bei mir führen solche Einschränkungen zu Unterdrückung die sich irgendwann explosionsartig ihren Weg nach oben bahnt. Und dann ist kein Halten, das Lebensmittel auf das ich gerade verzichtet wird massenweise inhaltiert.

 

Also ist es für mich persönlich sehr, sehr wichtig, das alles von den Dreien auf meinem Teller landet. Ein Garant das der körperliche Heißhunger nicht aufkommt.

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