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Körperschemastörung - hä?!?!?

Mit was für einen Scheiß komme ich jetzt schon wieder um die Ecke. Ich weiß ;-)

Ich hab so eine Körperschemastörung. Aber die haben viele für kurze Zeit, wenn sich das Gewicht in kurzer Zeit dramatisch nach oder oder nach unten ändert. Der Kopf kommt nicht mehr mit und man guckt sich im Spiegel an und sieht einfach nicht das, was da vor dem Spiegel steht.

 

Konnte ich mir früher überhaupt nicht vorstellen, dabei habe ich mich zu meinen dicksten Zeit nie so dich gesehen wie ich wirklich war.

Das hier bin ich in der Realität. Das Bild dürfte jetzt um die 6 Wochen sein, da hat sich nichts getan. Immer noch alles beim Alten.

 

Das sehe ich auch ganz klar, wenn ich auf das Foto gucke. Auf dem Foto sehe ich in aller Deutlichkeit die Figur, die ich zur Zeit habe.

 

Schlank, nette Kurven an der richtigen Stelle. Irgendwie nen kleinen Kopf, und schmale ziehrliche Finger. Jo, das find ich schon ganz schön so, so wollte ich auch immer sein.

 

Oder besser gesagt, so habe ich mir das in meinen dicksten Zeit immer erträumt.

 

Also alles richtig gemacht, auch 6 Jahre nach der Schlauchmagen-OP, die sich am 15. Juli eben zum 6ten Mal gejährt hat.

 

Aber mich auf einen Bild zu sehen, das ist eine andere Sache, als wenn ich mich im Spiegel betrachte.

 

Mein Spiegelbild nehme ich nämlich ganz anders war, als ein Foto. Obwohl ich die selbe Person am selben Moment bin.

Wenn ich mich aus dem Spiegel angucke, das sehe ich genau diese Michaela, wie auf dem von mir manipulierten Foto.

 

Der Bauch, die Oberschenkel und auch die Brust, die sehe ich dann deutlich größer und schwammiger. Und mein Kopf wirkt dadurch noch kleiner. Ich habe dann immer einen gefühlten Schildkrötenkopf.

 

Na ja, eine Schildkröte hat ja zum Rest des Körpers auch einen ziemlich kleinen Kopf. Und so "sehe" ich dann auch wirklich die Michaela, die mir aus dem Spiegel zurückschaut. Der Spiegel verzerrt nicht und hängt gerade an der Wand. Es ist also nicht der Spiegel, sonder mein Kopf, der mir da einen Streich spielt.

 

Wer jetzt denkt, das war es schon, der täuscht sich.

 

Das ist  nämlich nur, wie ich mich im Spiegel sehe.

 

Gefühlsmässig nehme ich mich nämlich noch einmal ganz anders wahr. Das ist noch einmal eine separate Hausnummer, die da bei mir abläuft.

Bei Hitze, wenn ich schwitze, dann ist es das, wie ich mich fühle. Massig, klein, schwer, dick, behäbig. Es fühlt sich an schlimmen Körperschema-Störungstagen aber auch bei Kälte nicht anders an.

 

Ich fühle mich dann wirklich schwabbelig, schwammig, behäbig, unbeweglich und einfach nur ganz schrecklich.

 

Und obwohl mein Kopf und mein Verstand sehr wohl wissen, das das Spiegelbild und das Gefühlsbild einfach nur falsch ist und KEINE Realtiät, bekomme ich es noch nicht so richtig gebacken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier mal der direkte Vergleich, was ich alles bin- sehe- fühle! Krass oder?

 

 

Ich habe mir aber auch ein paar kleine Auswege erarbeiten können, wenn die Körperschemastörung zu heftig zuschlagen möchte.

 

  • HulaHoop - weil ich mich schon alleine durch die Bewegung agil und schlanker fühle
  • Trampolin - weil es mir eine Leichtigkeit vermittelt und ich gerne schwebe (Endorphine sage ich nur)
  • Sport-Leggins - weil sie mir den Blick auf die realistische Figur zeigen und die ist nun mal schlank und gesund
  • Sport-Leggins - weil ich schon alleine durch das anziehen selbiger einfach agiler und beweglicher reagiere
  • Bilder von mir ansehen - weil ich es damit ein Stück weit mehr in meine Wirklichkeit hole

Ich habe mir erlaubt bei Selfaby zu spicken, um in kurzen Worten die Körperschemastörung zu erklären.

Was ist eine Körperschemastörung?

 

Viele Menschen wünschen sich hin und wieder, sie hätten ein paar Kilo weniger auf den Rippen und finden sich “zu dick”. Bei einer Körperschemastörung aber ist die Wahrnehmung des eigenen Körpers und der eigenen Figur so gestört, dass Betroffene sich selbst – auch wenn sie objektiv betrachtet längst untergewichtig sind – als viel zu dick und hässlich wahrnehmen.

 

Symptome einer Körperschemastörung

 

Körperschemastörungen können sich auf unterschiedlichen Ebenen oder Dimensionen äußern. Zum einen zeigen sie sich in der falschen Wahrnehmung und einer unverhältnismäßigen Überschätzung oder Verurteilung der eigenen Körpermaße, der Körperteile und der Figur. Auf einer weiteren Ebene machen sich Körperbildstörungen in negativen Gedankenspiralen bemerkbar. Diese können bis hin zu Ekel und Ablehnung des eigenen Körpers reichen.

 

 

 

 

Körperschemastörungen als Symptom von Essstörungen

 

Körperschema- oder Körperbildstörungen werden neben der Angst zuzunehmen, inzwischen als wesentlicher Bestandteil und als ein Diagnosekriterium von Essstörungen beschrieben. Die Körperschemastörung kann aber nicht nur ein Symptom, sondern auch ein Auslöser für eine  Essstörung sein. Die negative Wahrnehmung des eigenen Körpers kann dazu führen, ihn kontrollieren und verändern zu wollen.

 

 

 

 

Essstörung und Körperschemastörungen können - müssen aber nicht zusammenhängen.

Beides gehört in die Hand von erfahrenen Therapeuten!

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