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Muss ich immer Lust auf Sport haben?

Ein ganz klares Nein!

 

Vor 10 Jahren habe ich meinem bis dato geführen Leben eine bewegte Wende gegeben. Und das ziehe ich seitdem durch und bin wahnsinnig stolz auf mich. Den ich komme von einem wahren, unbewegten Leben. Sport hieß damals für mich, das ich mich alle paar Monate mal ein wenig schneller bewegt habe. Mal für ne halbe Stunde gemütlich auf dem Drahtesel saß und dabei fast ins Koma gefallen bin, weil ich keine Luft mehr bekam. Genau daher komme ich und habe es vor 10 Jahren hinter mir gelassen.

 

Und trotzdem, es gibt Phasen, da kann mich der Sport auch heute noch kreuzweise. Aber wie gehe ich damit um?

 

Es wird immer Phasen geben, wo ich mich wirklich zu Sport überwinden muss. Solche Phasen können bei mir da sein, wenn das Thermometer draußen auf 30°C oder mehr klettert, wenn ich gerade in einem Schub meiner schweren Depression habe oder ich einfach nur erschöpft und sehr, sehr müde bin.

 

Und dann kann es schon mal passieren, das ich wirklich mal eine Woche komplett Sport-Pause mache. Denn wenn mich selbst nicht mehr mein Lieblingssport (HulaHoop) hintern Ofen vorlockt, dann hilft alles nichts.

 

Also in ganz schlimmen Sport-Unlust-Phase mache ich dann wirklich sehr bewusst eine Sportpause und schick etwaige schlechte Gedanken zur Hölle. Da mache ich mir zwischenzeitlich kein schlechtes Gewissen mehr. Worauf ich dann aber schon achte ist, das ich mich im Alltag ein bisschen mehr als üblich bewege. Noch weiter vom Eingang wegparke, wenn ich einkaufen gehe. Noch einen Gang mehr die Treppe erledige und meine Tätigkeiten im Haushalt aufsplitte. Also, Alltagsbewegung wird dann wirklich bei mir hochgeschraubt. Nicht spazieren gehen oder so einen Mist, das mag ich nicht. Aber jeder Gang im Haushalt und beim Putzen wird dann verlängert, so das ich das mehr an Schritte und Bewegung nicht bewusst wahrnehme, sie aber da sind.

 

Schleicht sich hingegen nur so eine mittelschwere Sportkrise ein, dann fahre ich mein Sportpensum einfach nur etwas runter. Und bei so mittelschweren Sportkrisen gucke ich definitv, das ich den Sport mache, der mir wirklich Spass macht. Dann hab ich was davon und das motiviert mich dann auch wieder soviel, das die mittelschwere Sportkrise von alleine weggeht.

 

Kleine Sportkrisen lass ich bei mir nicht mehr gelten. Da zieh ich eisern mein Sportprogramm durch. Lieblingssport läuft von alleine - einfach nur nicht drüber nachdenken, Ohrstöpsel rein, Lieblingsmusik an und ab mit dem Reifen oder was auch immer. Die Lust kommt während des Sports, so einfach ist das inzwischen bei mir.

 

Und dann gibt es ja auch noch die Phase, da hab ich wirklich Bock auf Bewegung. Da kann es mir passieren, das ich drei oder viermal am Tag in den Sportring steige. Mal HulaHoop, dann macht mich noch das Trampolin an und auf´s Fahrrad fahren hab ich zusätzlich Bock.

 

Und dann bin ich auch beim Krafttraining ganz konzentriert bei der Sache.

Da fühle ich jede Bewegung des Muskels, wenn ich die Gewichte hebe und senke. Da will ich dann mehr, viel mehr.

 

Das sind die Sporttage, die liebe ich inzwischen einfach unendlich. Schade das es nicht immer solche Sporttage hat bei mir. Meistens ist es so eine: na ja, Routine will ich mal sagen. Aber das reicht mir inzwischen, um mein wöchentliches Sportpensum zuverlässig abzuspulen und irgendwie auch Fun dabei zu haben.

 

Was mir an so mittelschweren Sportkrisen-Tagen auf alle Fälle auch noch hilft. Raus aus dem Schlabberbuxen und rein in die Fitness-Leggins. Schon alleine das macht es, das ich mich agiler Bewege und trotzdem leichte Lust auf Bewegung habe. Es geht dann einfach leichter.

 

Was ich in den letzten 10 Jahren auch gelernt habe. Ich lege inzwischen sehr bewusst sportfreie Tage ein. Da geniesse ich es, mich auch mal hängen zu lassen, alle Fünfe grade sein lasse. Die Tasse Kaffee, der Liegestuhl, das Sofa und der TV, das Buch ... sie können an 1 - max. 2 Tage die Woche meine besten Freunde sein. Und das ist auch voll in Ordnung für mich.

 

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