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SocialMediaDetox - Tag 1

Ich habe heute Mittag spontan entschlossen, 1 Wochen "SocialMediaDetox" zu machen.

Ich habe das in meinem Lieblingsforum "adipositas24.de"  und auf meinem Instagram Profil auch mit dem Bild rechts angekündigt.

 

Einfach um für mich ein bisserl Kontrolle und Druck zu haben, das es auch jeder weiß und ich nicht in Versuchung komme.

 

Und es fühlt sich komisch an. Meine Startseite ist, wenn ich meinen Browser aufmache, die Seite "adipositas24.de", die ging eben automatisch auf. Ich habe sie gleich hektisch weggeklickt und erst danach geschnallt: Babe, du hast dich da doch ausnahmeweise mal ausgelogged.

 

Es fällt mir auch schwer, wenn ich das Handy dann doch zur Hand nehme, das ich nicht automatisch die App von Instagram öffne.

Den ja, ich wäre ja schon neugierig, ob es überhaupt jemand merkt das ich weg bin. Oder wie die Reaktionen darauf sind. Aber das ich so autmatisch die Seiten oder die App aufmachen möchte, zeigt mir geradezu, das es Zeit geworden ist, für so eine Fastenzeit in den Sozialen Netzwerken.

 

Ich frage mich auch immer zu: was mache ich jetzt mit der Zeit, die ich nicht in den sozialen Medien verbringe? Ist das nicht krass????

 

Das hier, mein Blog, das ist einfach nur mein virtuelles Tagebuch. Ich trete ich nur äußert selten in direkten Kontakt mit den Lesern und Interessierten. Und das kann ich auch gut ausblenden. Ich würde mal sagen, zu 85-90% kann ich hier alles reinschreiben, mir von der Seele schreiben.

 

Die restlichen % würde ich auch nicht in ein analoges Tagebuch kritzeln. Weil ich glaube, ich möchte schon alleine nicht, das die Möglichkeite bestünde, das jeder alles von mir weiß. Meine Gedanken sind ja doch oft schon ganz schön wirr.

 

Ich will die Zeit auf alle Fälle nutzen um mehr zu lesen. Ich will mein DotPainting weiter üben, mein HappyPainting wieder aufleben lassen, das seit dem Sommer in den Hintergrund getreten ist. Ich will weiterhin hullern und vor allem auch viel Nachdenken.

 

Seit ganz, ganz vielen Jahren beschäftige ich mich mit der Manifestation. Genau genommen, seit dem Augenblick, wo ich das erste Mal Bärbel Mohr durch Zufall bei Biolek zu sehr später Stunde im TV gesehen habe.

 

Wie sie davon erzählt hat, das sie sich ihren Mann, Ihr Schloss und weiß der Geier was alles vom Unsiversum gewünscht hat. Ihr Buch ist hier, mein kleiner Klassiker. Die Seiten sind schon vergilbt und das Papier ist noch so ein gröberes Papier, das zwar dicker aber irgendwie trotzdem leichter ist, weil es nicht zu Tote gepresst wurde, von der Papierwalze.

 

Ich will nachdenken, was genau ich mir eigentlich manifiestiert habe, weil ich will auf der einen Seite daran glauben und auf der anderen Seite sagt mein Verstand: "das ist esoterischer Kokolores".

 

Mir ist gestern nur gekommen: komisch, irgendwie war das nie in meinem Kopf, das ich bis 65 arbeite, warum auch immer. Den Gedanken, den hatte ich irgendwie nie. Ich hatte aber auch keinen Gedanken, was ich dann eben mache, wenn ich früher aufhöre zu arbeiten. Ich wußte aber einfach immer, das ich nie solange arbeiten werde - warum auch immer. Das ist ja so eingetreteten, war mir aber nicht bewusst, das ich das so immer wußte.

 

Na, auf alle Fälle kam mir das gestern so, als ich die frische Wäsche in den Schrank geräumt habe. Und heute der spontane Einfall mit dem Detox.

 

Das wird schon seine Gründe habe. Seelisch geht es mir eh nicht so gut. Streiterein und (un)ausgesprochene Worte in der Familie. Erbe sag ich nur und das belastet mich schon sehr. Es gibt vieles, über das ich mir klar werden muss.

 

Im Moment sieht es so aus: gäbe es nicht meine Neffen und Nichten, die mir sehr ans Herz gewachsen sind, würde ich am liebsten einen momentanten Cut machen. Meine Brüder sind sich nicht eins, weil die Ehefrauen total unterschiedlich sind und sie daher auch ein total unterschiedliches Familienwertesystem haben. Zu allem Überfluss wohnen sie Grundstück an Grundstück. Wenn ich beim Einen bin, habe ich ein schlechtes Gewissen gegenüber dem anderen. Alles Doof.

 

Meine Eltern wollen jetzt unbedingt noch ihr Erbe regeln. Am liebsten sollte mein Neffe das Haus erben. Dessen Vater rief mich unverhofft an: er verzichtet aufs Erbe und erwartet das von mir. Ich habe aber nicht die gleiche Meinung wie er. Und schon gelte ich als Erbschleicherin.

 

Jetzt kamen sie auf die Idee, das ich in ein paar Jahren die Dachgeschosswohnung erben sollte und das Haus also mit meinem Neffen teile. Blöd nur, das ich 70 Kilomter weiter weg wohne. Daraufhin meinte meine Familie: Gott weiß ob ich in 5 Jahren noch mit meinem Mann zusammen bin. Das hat mich dann auch geflashed. Wie kommen sie auf solche Gedanken, das meine Beziehung nicht halten könnte.

 

Ich meinte dann nur, das ich mir von meiner Rente unter 1.000 € mit Sicherheit keine Dachgeschosswohnung in einem nahezu 50 Jahre alten Haus leisten kann. Wenn ich da nur an die Renovierungsarbeiten alleine in der Wohnung denke. Noch das erste Bad, noch die ersten Bodenbeläge. Das müsste alles raus und richtig renoviert werden, bevor ich das vermieten kann. Irgendwann die nächsten Jahre muss dann die Heizung, das Dach und die Hauswände gemacht werden. Von was den? Von meiner Rente. Von der Miete, die ich versteuern muss?

 

Ich hab keine Ahnung. Aber sie wollen das unbedingt und auf Biegen und Brechen regeln. Und weil ich nicht so funktioniere, wie sie es sich denken, bin ich gerade die "Erbschleicherin" der Familie. Alles was ich will: meine Eltern sollen bitte noch lange leben und danach regelt das schlicht und ergreifend die gesetztliche Erbfolge und gut ist. Mein Neffe geht nicht leer aus, weil er im Nachhinein ja eh von meinen Eltern adopiert wurde. Ein Haus geteilt durch 3 erbberechtige Menschen ergibt ihrgendwann in vielen Jahren 1 Drittel für uns restliche Geschwister, die bisher noch nichts geerbt haben. Keine Ahnung wo deren Problem liegt.

 

Seit dem das Thema auf dem Tisch liegt, sind wir Geschwister verstritten, meine Eltern können Nachts nicht schlafen und nichts ist mehr gut. Und verkaufen geht ja gar nicht, immerhin haben sie es schwer erarbeitet. Was? Das hat wohl jeder, der Eigentum hat. Und ehrlich, wenn sie irgendwann mal nicht mehr sind, ist es da nicht wichtiger, das sich die Geschwister noch gut verstehen und das Elternhaus lieber einer neuen Familie ein glückliches Zuhause bietet. Nein, es muss in Familienbesitz bleiben, auf Biegen und Brechen.

 

Ach ja, wie schon geschrieben .... wäre es nicht um meine Neffen und Nichten, ich würde auch von meiner Familie eine lange Auszeit wollen.

 

DetoxTag 1 ist bis jetzt gut gelaufen. Habe die Automatismen von Forum und Instagram gut umschifft, wenn auch immer wieder automatisch fast darauf zugegriffen. Es tut gut!

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