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SocialMediaDetox - Tag 2 geschafft!

Ich gebe zu, das Bild ist schon vom Freitag, also einen Tag vo meiner Abstinenz von den sozialen Medien. Mir gefällts einfach nur und irgendwie sympolisiert es für mich auch Ruhe und In-mich-Gehen.

 

Gut, gestern war also mein zweiter Abstinenztag und zeitgleich auch mein erster voller Fastentag von den sozialen Medien.

 

Es ist erschreckend, kann ich nur für mich selbst sagen. Den mein erster Griff, noch am frühen Morgen im dunklen Schlafzimmer galt bisher dem Handy.

 

Und dort waren es nicht etwa die Coronazahlen oder das Wetter das mich interessiert hat. Nein, als erstes habe ich jeden Morgen mein Instagramprofil aufgerufen. Wieviele Likes habe ich bekommen, wieiviel haben mein Konto wieder verlassen, wieiviele sind hizugekommen?

 

 

Der zweite Klick am Morgen galt grundsätzlich meinem Forum um zu sehen, was es Neues zu lesen gab. Gab es etwas, auf das ich antworten kann, braucht jemand eventuell einen guten Tipp? Haben Forumsteilnehmer auch schön konform auf einen Beitrag von mir geantwortet, wenn ich einen geschrieben habe?

 

Und dann ging es weiter. Ich habe und hatte so die üblichen Seiten, die ich erst mal jeden Morgen abchecke, während mein Mann im Bad verschwindet. Ich zähl einfach mal auf: Bild.de, Bunte.de, Gala.de, Vip.de - meine Morgenrotuine seit ganz vielen Jahren. Ich schüttel jetzt mal kurz den Kopf.

 

Und so galt es gestern einen weiteren Tag ohne Instagram und adipositas.de zu verbringen. War echt nicht einfach. Es war Sonntag gestern, wir konnten nicht wandern gehen, weil es draußen Dauerregen hatte. Fernseher wird bei mir nicht vor den Abendnachrichten angestellt.

 

Zu erst einmal, ja es hat geklappt, darauf bin ich schon mächtig stolz!

 

Meine Instgram-App habe ich auf meinem Handy in meinen Kreativordner verschwinden lassen, so das sie nicht mehr auf den allerersten Klick erreichbar ist. Den da ist schon so ein gewisser Automatismus.

Adiposita24.de ist nicht mehr die Startseite in meinen Browers, auch ok.

 

Natürlich surfe ich noch im Netz, sieht man hier ja auch. Aber ich merke schon am Tag 2, das ich entspannter werde. Es ist Eines, wenn ich Geschichten konsumiere und einfach nur unbeteiligt lese oder ob ich Teil einer aktiven Community bin.

Wir sind hier schon ein Technikaffiner Haushalt, unbestritten. Wir lesen unsere Zeitschriften auf dem Pad, wie auf dem Bild rechts daneben unschwer zu erkennen ist. Und so war gestern auch Lesen ein Teil meiner Beschäftigung.

 

Zwar eher keine Zeitschriften, den Sonntags gehört das Pad meinem Mann, aber ich habe das Buch von Guidi Canzt, das ich mir online ausgeliehen hatte, ausgelesen.

 

Habe etwas lustlos die erste Weihnachtskarte mit HappyPainting gemalt und bin gelangweilt durch die Wohnung gestapft. Ich bin süchtig, süchtig nach den SozialenMedien. Wobei, der Verzicht ist mir gestern schon gar nicht mehr schwer gefallen. Aber was machen, an einem regnerischen Sonntag mit soviel freier Zeit?

 

Ab heute Montag sind meine Tage ziemlich vollgepackt. Ich muss nachher einkaufen, die ganzen Lebensmittel für die vielen Lebkuchen, die ich diese Woche backen möchte.

 

Der Montags-Einkauf steht auch an. Gestern abend habe ich noch den Vorteig für das neue Sauerteigbrot angesetzt. Ich bin dieses Mal mutig geworden. Ich habe einfach das Roggenmehl mit Weizenmehl für den Vorteig komplett ausgetauscht. Mal sehen, wie das schmeckt und um wieiviel sich das Backverhalten ändert.

 

Ich will mir ein paar nette Motive für Weihnachtskarten aussuchen, die ich in den nächsten 4 - 5 Wochen malen will. Und irgendwie geht der Gedanken von einer Hand auf Stein in DotPaintingArt nicht mehr aus meinem Kopf. Ich sehen da so einen schwarz grundierten Stein vor mit, mit einer goldenen DotPainting Hand vor mir.

 

Mittwoch habe ich dann nach 3 Wochen Pause wieder die erste Therapiestunde. Darauf freue ich mich schon sehr. Gerade bei der Essstörung kann ich den Effekt schon gut spüren. Wenn ich meine Probleme aktiv angehen und mich ihnen stelle und versuche zu lösen, dann ist der Drang sie mit Essen zu betäuben deutlichst geringer. Durch den ganzen Erb-Mist war ich mal wieder eine lebende Abfalltonne für unnötigen Nahrungsmist. Ich sag nur Müsliriegel - mal selbst an den Kopf klatschen.

 

Ich habe dann intensive und über mehrere Tag mit meinem Mann darüber gesprochen, das hier niedergeschrieben und schon ist der Drang nach Essen ohne Hunger so gut wie fort. Das sind so Momente, die bauen mich wirklich auf. Da weiß ich, ich schaff das, ich brauche nur die richtigen Handlungen, die ich statt des Essens verinnereliche.

 

Noch so ein ungelöstet Problem ist mein Kater Muck. Innerlich gebe ich meinem Mann dafür die Schuld, das er eingeschläftert wurde. Am Ende muss ich aber sagen, das ich die letzte Entscheidungsinstanz war und das der Kater auch etwas hatte. Er stand am Ende oft verwirrt für viele Minuten entweder vor der Katzenklappe oder auch vor uns, seinen Lieblingsmenschen und wußte nicht mehr, was er wollte. Er hat vor uns auf dem Teppich gepinkelt, war superänstlich und kam nicht mehr zur Ruhe. Die Tierärztin vermutete einen Tumor im Hirn.

 

Ich glaube, mich macht das fertig, weil ich nie eine 100% Diagnose bekam und mich wie ein Mörder gefühlt habe und immer noch fühle, wenn ich an den Tag denke, wo er eingschläfert wurde.

 

Ich erzähle das ein anderes Mal, den wenn ich jetzt daran denke, habe ich das Gefühl mir zerspringt gerade das Herz und ich halte den Schmerz nicht aus. Ich bin gut im beiseite schieben und zudecken. Kein Wunder das ich regelmässig und seit Jahren immer wieder Therapie und Kliniken Anspruch nehmen muss.

 

Aber jetzt beginnt der Arbeitsalltag. Den Tisch habe ich schon vor einer halben Stunde gedeckt, das alles ZImmerwarm ist. Ich mach mit gleich an den Hauptteig und wecke dann meinen Mann fürs Frühstück. Es ist gleich 07:00 Uhr und Zeit zum aufstehen.

 

Auf einen neuen, spannenden SocialMediaDetox - Tag 3!

 

 

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