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Analogie: vom HulaHoop zum Spüren, Essen,Leben.

Jetzt sind sie auch schon wieder vorbei, die Weihnachtsfeiertage. Wie schnell das dieses Mal ging.

An Heilig Abend haben wir es uns traditions-gemäß zu Zweit gemütlich gemacht und uns nur für uns Beide schick gemacht. Ich liebe das!

 

Am ersten Weihnachtsfeiertag waren wir bei meinen Eltern und irgendwie kamen auch eher ungeplant und sehr spontan meine anderen Geschwister kurz dazu. Wie Trabanten: man sieht sich kurz - berührt sich und trifftet wieder auseinander zu den anderen Feiern.

 

Am zweiten Weihnachtsfeiertag hatten wir dann seine Kids mit deren Partnern bei uns. Es war ein lustiger und sehr entspannter Tag zu sechst bei uns. Wir haben die Kinder überrascht, den irgendwie waren sie alle auf Baunerhofhähnchen aus dem Backofen eingestellt. Das gab es nämlich die letzten beiden Jahre. Als dann die Rinderrouladen mit dem Knödeln und dem Blaukraut auf dem Tisch standen, gab´s noch mehr leuchtende Augen. Wenn es nur immer so einfach wäre. ;-)

 

Es war so richtig schön entspannt und ich hoffe das sich der Partner von meinem Ziehsohn wohl bei uns gefühlt hat.

 

Erstens war es unsere allererste Begegnung und zweitens durften wir so ziemlich spontan unser Englisch aus der Mottenkiste kramen, da der Mann kaum Deutsch sprach. Ich fands herrlich, endlich mal wieder meine englischen Sprachkenntnisse rauskramen zu dürfen.

 

Aber wie das bei uns / bei mir über die Advents- und Weihnachtstage so ist, es wird einfach anders gegessen. Die Plätzchen und Lebkuchen. Dann gab es im diesen Jahr eine Unmenge an Konditor-Pralinen als Weihnachtsgeschenke der Lieferanten und das übliche Weihnachtsessen halt. Auch wenn bei uns an Heilig Abend alles aus dem Dampgarer kam. Der Fisch, die Kartoffeln und das Gemüse.

 

Ich bin voll - bis oben hin voll. Ich mag die Zeit um Weihnachten schon sehr, aber noch unglaublicher finde ich auch nach all den Jahren immer noch, das ich mich mit dem 27.12. grundsätzlich und immer wieder so auf das leichte, einfachere Essen ohne Drumerherum freue.

 

Es fing dann Heute auch schon damit an, das ich schon um 6:00 Uhr meine HulaHoop Reifen ausgepackt habe. Mein Mann schläft noch, der hat sich anscheinend einen Virus eingefangen und war die halbe Nacht wach. Im Wechsel zwischen Bett und Bad - der Arme.

 

Und so habe ich heute Morgen ganz ohne Musik oder sonstiger Ablenkung einige HulaHoops kreisen lassen. Wie immer links und rechtsherum. Gestartet bin ich mit dem 2,1 kg Reifen, den ich direkt auf der Hüfte habe kreisen lassen. Das geht immer sehr einfach, wenn es auch durch die Fliehkräfte gut spürbar ist.

 

Für das Kreiseln auf der Hüfte habe ich dann zu dem breiten 1,5 kg Reifen gegriffen. Rechts herum ist das ja  immer ganz ok, aber sobald ich in die linke Richtung kreise, tut mir immer der Hüftknochen bei einem schwereren Reifen weh. Der 1,5kg Reifen ist schon schwieriger oben zu behalten, aber natürlic kein Problem für mich. Wenn man dann so ohne Ablenkung und mit geschlossenen Augen schwingt, dann fühlt sich das sehr gut an. Es ist, als ob man mit dem Reifen Eins wird.

 

Zum Schluss habe ich noch einige Minuten den DanceHoop hergenommen. Der ist ja ein Federgewicht, mit seinen 800 gr und verlangt wirkliche Konzentration. Augen zu und spüren .... und dann komme ich an den Punkt, wo ich wirklich bewusst spüre, an welcher Stelle der Reifen gerade meine Taille berührt. Die Körperspannung muss richtig gut sein, sonst merkt man wie der Reifen zu Rutschen droht. Wenn ich mich aber gut konzentriere und bei der Sache bleibe, dann komme ich in den Flow. Der Reifen dreht sich schwerelos um den Körper, die Körperspannung fühlt sich gut an und alles ist im Takt.

 

Und dann merke ich, das ist mit dem Essen auch so. So wie ich zwischendurch gerne die schwereren Reifen mag und geniesse, so mag ich immer mal wieder schwereres oder mehr Essen. Sich auf das "leichte Essen" einzulassen erfordert oft mehr Planung und Kocharbeit, weil ich wirklich alles frisch zubereite. ABER, wenn ich im Takt bin, wenn es wieder für ein paar Tage läuft, dann geht das alles von alleine. Dann greift Eines ins Andere und das komplette Leben fühlt sich mit oder durch das leichtere, gesündere Essen einfach auch viel Leichter an. Ich habe mehr Energie, mehr Energie auch gleich mehr Lust mich zu Bewegung.

 

Und mir ist dann eben mit geschlossenen Augen, den federleichten DanceHoop drehend in den Sinn gekommen. So fühlt sich das Leben an, wenn ich gesund Lebe. Es fühlt sich gut an. Es geht mir körperlich und seelisch viel besser. Es fühlt sich gut an, wenn ich im Takt mit mir selbst bin. Klar, es hat gedauert, bis ich das mit dem leichteren Leben intus hatte. Da war irgendwie viel mehr Geduld und Übung mit mir Nötig, wie mit dem schwereren Leben oder eben auch HulaHoop Reifen. Aber als ich den Dreh dann endlich raus hatte, beim Reifen wie beim leichteren Leben, dann ..... ja dann will man das gar nicht mehr loslassen.

 

Mein Mann scheint sich etwas eingefangen zu haben, Magen-Darm oder so. Der Arme. Ich werde die Zeit für mich nutzen und ein paar Entlastungstage für Körper, Geist und Seele machen.

 

Also wirklich sehr leicht und frisch Kochen, viel Gemüse, etwas Obst, leicht verdauliches Eiweiß. Und ich will mich vermehrt nun auch meinem federleichten DanceHoop zuwenden. Die anderen Hoops sind Klasse und sie haben mir sehr geholfen den Einstieg in einen Sport zu finden, den ich für mich früher nie auf dem Schirm hatte. Aber mit dem 800gr DanceHoop trainiere ich neben der Körperspannung auch die Ausdauer. Ich muss mich schneller bewegen um den Reifen dauerhaft und sicher am Körper zu halten. Die Arme sind oft in die Luft gestreckt, um die nötige Körperspannung besser halten zu können. Ich geniese die Leichtigkeit des Reifens und gleichzeitig sagt mir mein Puls am Handgelenk, das ich im Fettverbrennungsbereich bin. Das hätte ich diesen leichten Reifen nie zugetraut. Ich habe ihn mächtig unterschätzt.

 

Und so unterscchätze ich auch meine eigenen Fähigkeiten in meinem Körper manchmal. Ich muss mir immer noch selber sagen, das es ok ist, wenn die Adventszeit anders läuft. Mehr und anders Essen, evlt. fauler auf dem Sofa liegen. Wie heißt es doch so schön:

 

Nicht das viele Essen zwischen Weihnachten und Neujahr macht dick,
sondern das zwischen Neujahr und Weihnachten.

 

Und zwischen Neujahr und Weihnachten lebe und liebe ich das leichte Essen. Ein Hoch auf diesen natürlichen Drang in mir, das ich mich zwischen Neujahr und Weihnachten gerne leichter Ernähre, mich gerne und viel Bewege und mir Zeit für mich nehme.

 

In diesem Sinne kuschel ich mich jetzt noch mal gemütlich zu meinem kranken Mann und tröste ihn ein wenig.

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