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Mein Ferrari unter den Fingerschienen

Seit gestern Abend habe ich gefühlt den Ferrari unter den Fingerschienen an meinen "Digitalis 2 / 3  und 4" dran. Wie geil.

 

Mit ihnen kann ich deutlich mehr machen. Und sie sind per Klett nur noch am Hauptgelenk meiner Finger befestigt. An den Fingerspitzen habe ich nun nichts mehr fixiert. Das lässt mir wirklich deutlich mehr Spielraum.

 

Neben der Steifigkeit meiner Finger kristallisiert sich immer mehr ein Problem mit der Lymphe heraus. Die drei operierten Finger haben jeden Tag einen Flüssigkeitsstau und die Lypmhe kann nicht abfliessen.

 

Meine Handtherapeutinnen raten mir zur Lymphtherapie und haben auch was an meinen Arzt geschrieben. Mal sehen, ob ich ein Rezept dafür bekomme. Ansonsten müsste ich es wohl oder übel aus eigener Tasche zahlen.

Bei der heutigen Handtherapie hat die eine Therapeutin auch gesagt, das sie sich ein wenig um die Beweglichkeit von Mittelfinger und Ringfinger sorgt. Das sind auch meine gefühlten Sorgenkinder. Dort lagere ich am meisten Wasser ein, sie lassen sich kaum bewegen und tun beim Üben am meisten weh.

 

Ich habe schon öfters so Gedanken "was mach ich, wenn das nicht mehr wird?". Mein Mann versucht mir die Angst zu nehmen und macht mich dann rauf aufmerksam, das ich erst ganz am Anfang einer monatelangen Therapie stehe. Er baut mich auf und motiviert mich, das es schon in wenigen Wochen ein bisserl besser gehen wird

 

Ich tippe seit Heute auch das erste Mal wieder auf der Tastatur. Etwas mühsam mit der rechten Hand. Zumal der Mittelfinger überhaupt keine Empfindungen hat, und ich dann immer nicht spüre, wenn ich zum Beispiel das "M" drücke.

 

Jetzt, da die Schienen binnen Sekunden an und auszuziehen sind, nehme ich sie auch öfters mal für ein paar Stunden ab. Vorzugsweise wenn ich mit den Pinsel male oder nichts tue.

 

Ansonsten brauche die die Sicherheit der Schienen schon. Sie sollen und dürfen sich ja beugen, aber auf keinen Fall in die Überstreckung geraten. Da bieten die Schienen natürlich maximalen Schutz davor.

 

 

 

Weg von den Fingern - Hin zur neuen Sichtweise

Da hat sich bei mir in den letzten 6 Wochen ein Erdrutsch aufgetan - gefühlt.

Und ich bitte inständig darum, das es so bleibt.

 

Ich bin zum ersten Mal wirklich und von Herzen deutlich entspannter was Ernährung, Figur und Sport angeht. Es geht nur noch darum: was schmeckt mir wirklich, will ich heute echt Sport machen, ist die Delle am Bauch wirklich so schrecklich?

 

Ehrlich gesagt mache ich mir um solche Dinge gerade überhaupt keinen Kopf und ich wünsche mir von Herzen, das es genauso bleibt und auch in vielen Jahren noch so ist.

 

Ich habe ja schon in den letzten Jahren eine große Erleichterung verspühren können und Lebensmittel nicht mehr nur ständig nach:

  • gut
  • wertvoll
  • schlecht
  • hochkalorisch
  • zu fettig
  • nicht genug Eiweiß
  • zuviele Kohlehydrate
  • ....

eingeteilt.

 

Beim Sport war es mir auch wichtiger, das er Spass macht und es nicht ums Kalorienverbrennen ging. Aber es stand trotzdem noch der "Häufigkeitsdruck" dahinter. Der ist Momentan komplett weg.

 

Von der Figur ganz zu schweigen. Ich habe jeden vermeintlichen Schwachpunkt an meinen Körper gescannt und darauf gestarrt. Die letzten Wochen stört mich weder die gedehnte Haut am Bauch, noch die ausgezerrten Oberarme rechts. Selbst bei meiner Cellulite und den großen Dellen an den Oberschenkeln und dem Po lasse ich Milde walten und gehe liebevoll darüber weg.

 

Ich habe Stress-Gesnascht ohne Ende, war Sportunfähig bis zur Erschöpfung ..... und trotzdem scheint die Balance zu stimmen und .... auch wenn ich es mir einbilde, es stimmt irgendwie .... seit mir das alles so egal ist, halte ich mein Gewicht ohne Gedöns oder großes Federlesen. Wie von Zauberhand.

 

Der Fokus hat sich total verschoben und plötzlich funzt es und ich bleibe schlank - von ganz alleine - ohne mir darüber den Kopf zu zerbrechen. Das ist für mich gerade die grenzenlose (Sorgen)Freiheit, die ich mir bei diesem Thema immer gewünscht habe. Und jetzt ist sie da und bleibt hoffentlich mein ganzes Leben lang bei mir.

 

Und ich bin mir dessen sehr wohl bewusst, das es diesen einschneidenden Unfall für mich erst gebraucht hat, um endlich da anzukommen, wo ich vor vielen Jahren hinwollte.

 

 

 

 

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